Ein Handelshaus im klassischsten Sinne. Keinen Hektar Rebfläche nennen Gregory Hecht und Francois Bannier ihr eigen, worüber sie allerdings verfügen, ist ein fundiertes Wissen über Lagen, Rebsorten und Erzeuger der südfranzösischen Weinregion Languedoc-Roussillon. Denn auf Rotweine dieser Region hat er sich spezialisiert, der 2002 gegründete „Négociant-Éleveur“ Hecht & Bannier. Hunderte Erzeuger besuchen sie jährlich; Erzeuger, die über Parzellen in besten Lagen verfügen, bestockt mit alten Reben auf kargen, mineralreichen Böden. Von diesen Winzern suchen sie Weine aus, die großes Potential in sich bergen; Weine, die in ihrer Eigenständigkeit und ihrem Charakter das Languedoc-Roussillon mustergültig zum Ausdruck bringen, die allerdings aus Rebanlagen stammen, die meist so klein sind, dass eine gesonderte Vermarktung für die Weingüter nicht realisierbar ist. Diese Jungweine kaufen sie und probieren, in oft über Tage andauernden Verkostungsrunden unzählige verschiedene Zusammenstellungen, bevor sie die endgültigen Cuvées für ihre Erzeugnisse festlegen. Ein Wein besteht oft aus 15 bis 20 verschiedenen Partien.
Schon Ihre „einfache“ Languedoc-Bio-Linie zeigt, welch immense Sorgfalt sie dabei an den Tag legen: Syrah aus St. Chinian, noch mehr Syrah und Carignan von den Terrasses du Larzac und frisch-mineralischer Grenache aus dem Vallée de l’Agly im Roussillon. Ausnahmslos, nach typisch südfranzösischer Bio-Manier im Betontank vergoren, präsentiert sich der Wein als Languedoc-typisch fruchtiger Alltagswein mit Anflügen einer Struktur, die neugierig auf seine großen „Schwestern und Brüder“ macht. Diese, die Crus des Hauses, sind strukturell von den Hecht & Bannier typischen Fasskombinationen geprägt, für die die beiden Nègociants fast ebensoviel Zeit aufwenden wie für die Assemblage. Sie suchen für jeden Wein die optimale Mischung aus Stahltanks, Betontanks, Demi Muids und Barriques, aus altem und neuen Holz, aus Bordelais und Bourguignonne. Ob der „kleinste“ Cru, der Minervois, oder der Côtes du Roussillon Villages, die Weine von Gregory Hecht und Francois Bannier zeigen wie wenig andere, wie gebietstypische, moderne Weine aus dem Languedoc-Roussillon schmecken können. Die unangefochtene Spitze des Sotiments jedoch ist zweifelsohne der Faugères. „In unserer Auswahl bietet der Faugères [ein] einzigartige[s] [Aufeinandertreffen] zwischen eine[m] großartigen […] Terroir, de[m] Schiefer, [und] einer Rebsorte: dem Syrah.“ (Hecht & Bannier)
Ein Wein, der auf herrlich trinkige Weise Frucht und Frische mit Struktur und Mineralität verbindet. Für manchen Kritiker die Spitze des Faugères!