Chianti Rufina ist mit 750 Hektar Anbaufläche die kleinste Unterzone des Chianti-Gebiets und nur ungefähr ein Zehntel so groß wie die Chianti Classico-Appellation. Das heutige Weingut Selvapiana geht zurück auf einen der Wachtürme, die im Mittelalter entlang des Flusses Sieve zum Schutz der Grenzen von Florenz gebaut wurden. In der Renaissance-Zeit wurde das Anwesen zu einer Villa umgebaut und diente als Sommerresidenz der Bischöfe von Florenz. Seit 1827 ist Selvapiana im Besitz der florentinischen Bankiersfamilie Giuntini. Bis 1997 leitete Francesco Giuntini das Gut in der fünften Generation, bevor er es seinen beiden Adoptivkindern Federico und Silvia übergab, die Kinder des langjährigen Gutsverwalters Franco Masseti.
Die Weinberge der Fattoria Selvapiana liegen in den Ausläufern der Apenninen, des Gebirgszugs, der die Toskana von der Emilia Romagna trennt, östlich von Florenz. Dort ist es im Sommer kühler und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind größer als im Rest der Toskana, die Böden sind kalkreich und verfügen über eine gute Wärmespeicherfähigkeit. Neben 60 Hektar Reben gehören noch rund 9000 Olivenbäume zu dem Betrieb.

Anbau
  • von 250 ha in Gutseigentum sind 58 ha mit Reben bepflanzt, der Rest sind Olivenhaine (9000 Bäume) und Wälder
  • überwiegend Sangiovese, darunter die berühmte Einzellage Bucerchiale (Riserva seit 1948), etwas Canaiolo, Colorino und Malvasia, 4 ha Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah
Weinberg
  • Chinati Rufina (750 ha) ist die kleinste Region des Chianti Gebietes und besitzt seit 1984 DOCG Status
  • Aufgrund der Höhenlage (auf dem Vorgebierge des Apennins), der damit verbundenen kühleren Temperaturen mit großen Unterschieden zwischen Tag und Nacht, der späteren Reife und des hohen Wärmespeicherungspotential der Böden besitzen die Rufina-Chiantis einen anderen Charakter als die Weine des Classico Gebietes: Frische, Finesse und eine große Langlebigkeit sind prägende Eigenschaften.
  • Auf Selvapiana zertifizierter Bioanbau seit 1990 (beschränkt auf die Einzellage Fornace), einige Jahre später wurde der ganze Betrieb (auch der Olivenanbau) zertifiziert; die Zertifizierung ist nicht auf den Flaschen ausgewiesen.
Terroir
  • von Ton- und Sandsteinmergel geprägte, kalkreiche Böden
  • ausgeprägt unterschiedliches Mikroklima in der Lagen Fornace, Bucerchiale, Casanova, Pesalova und Vigna al Pino
Keller
  • ausschließlich spontane Gärung mit weinbergseigenen Hefen seit 1992
  • minimale Schwefelung
  • Gärung im Edelstahl unter Temperturkontrolle
  • Dauer der Gärung mindestens 20 Tage
  • Ausbau in großen alten Eichenfässern (Rufina) und in Barriques aus französischer Eiche (Riserva)
Stilistik
  • großes Lagerpotetial
  • frisch, finesenreich, komplex; mit ausgeprägtem Säure- und Tanningerüst

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